Wieso unser Gemeinschaftsstand auf der Formnext 2021 ein Highlight war

verfasst von Nadine Stahl
Aussteller 2021 Formnext

Vom 16. bis 19. November 2021 fand in Frankfurt am Main die Formnext statt. Auf der Weltleitmesse für industriellen 3D-Druck durfte natürlich auch der Leichtbau nicht fehlen. An unserem Gemeinschaftsstand präsentierten fünf Unternehmen aus unserem Netzwerk Ihre Leichtbaulösungen der internationalen AM-Community.

Kurzinterviews mit unseren Ausstellern auf der Formnext 2021

Dazu führten wir pünktlich zur Messe Kurzinterviews mit unseren Ausstellern. Hier finden Sie die Interviews nochmals in voller Länge zum Nachlesen.


Schübel GmbH PrimeParts

Hinter dem Begriff AddCasting verbirgt sich eine hybride Kombination aus 3D-Druck und traditionellem Feindruck. Das Verfahren ist eine wirtschaftlichere Alternative zum Metalldruck für Kleinserien und Prototypen mit höchsten Anforderungen. Markus Scholl hat uns mehr über die Vorteile verraten.

Herr Scholl, welche Probleme Ihrer Kund*innen lösen Sie mit AddCasting?

Markus Scholl: Geometrien, die nur im 3D-Druck realisierbar, aber über Metalldruck in der Serie zu zeitintensiv und zu teuer sind, können wir über unser AddCasting-Verfahren wirtschaftlich und zeitnah fertigen.

Welchen Leichtbau-Aspekt sehen Sie darin?

Markus Scholl: AddCasting bietet die Möglichkeit, bei hoher Designfreiheit und einem prozesssicheren Verfahren komplexe Metallteile herzustellen, wodurch sich neue und innovative Leichtbaulösungen eröffnen.

AddCasting Schübel GmbH
Bild: Schübel GmbH PrimeParts

Murtfeldt Additive Solutions GmbH

Die Murtfeldt Additive Solutions GmbH stellte ein kosten- sowie zeiteffizientes Onlineportal für den industriellen 3D-Druck vor.

Johannes Matheis: Über das WITHE-LABEL-ONLINEPORTAL können Kunden CAD-Daten direkt hochladen, ihr gewünschtes Material auswählen – die Vielzahl an Nachbereitungs- und Veredelungstechniken nutzen – konfigurieren und bestellen.

Wie viel Leichtbau steckt darin?

Johannes Matheis: Durch das Einbringen von Wabenstrukturen können im SLS-Verfahren Gewichtseinsparungen von bis zu 75 Prozent realisiert werden. Die Komponenten verlieren dabei nur an Gewicht – Stabilität und Belastbarkeit bleiben. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Durch Wabenstrukturen werden Ressourcen und Material geschont. Das ist kostengünstiger und umweltschonender im Vergleich zu den konventionellen Verfahren.

Wieso lohnt es sich für die Messebesucher*innen, bei Ihnen am Stand vorbeizuschauen?

Johannes Matheis: Wir bieten Ihnen die komplette Produktentstehungskette: von der Beratung und Entwicklung eines Bauteils, über die Produktion, verschiedenste Nachbereitungs- und Veredelungstechniken bis hin zur Auslieferung und Montage – individuell auf Ihren Wunsch und Bedarf abgestimmt. Alles aus einer Hand.


Güpo GmbH

Herr Schmitt-Bormann, welche Probleme Ihrer Kund*innen lösen Ihre wärmeleitenden und elektrisch isolierenden Filamente?

Manfred Schmitt-Bormann: Kunden können damit Bauteile fertigen, die auch wärmeleitfähig sind, die Wärme ableiten wie Kühlkörper, Gehäuse für Elektronikbauteile, Wärmebrücken.

Worauf können sich die Messebesucher*innen am Gemeinschaftsstand auf der Formnext 2021 freuen?

Manfred Schmitt-Bormann: Auf einen offene, kommunikative Atmosphäre und innovative Aussteller.

Bild: Güpo GmbH

Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH

Zur Lösung welcher Probleme ist Ihre AM-Technologie optimal?

Alexander Surrer: Mit der patentierten Technologie von ZEISS werden alle Merkmale des Pulverbettes für eine gründliche, zuverlässige Analyse erfasst. Defekte werden automatisch erkannt und klassifiziert. Die Fehlerklassifizierung erfolgt in Echtzeit während des Druckvorgangs. Probleme im Pulverbett können behoben werden, bevor sie die Teilequalität beeinträchtigen können.

Das einzigartige, ganzheitliche Prüfverfahren von ZEISS, speziell für die Additive Fertigung, bietet einen verknüpften und lückenlosen Qualitätssicherungsprozess, welcher entscheidend für die Absicherung der Qualität von additiv gefertigten Bauteilen ist.

Welchen Leichtbau-Aspekt sehen Sie darin?

Alexander Surrer: Dieser Ansatz garantiert ein zuverlässiges Prüfergebnis für unterschiedliche Materialien und Geometrien.


Q.big 3D GmbH

Frau Schlichting, was ist Ihr Highlight auf der Formnext 2021?

Katja Schlichting: Wir zeigen ein Anwendungsprojekt in Form eines Ansaugkrümmers, welcher über 200 kg wiegt. Dieses Exponat veranschaulicht deutlich das Bauvolumen unseres industriellen 3D-Druckers „QUEEN 1“ und die Vorteile des von Q.big 3D entwickelten VFGF-Verfahrens. VFGF steht für „Variable Fused Granulate Fabrication”. Dieses Verfahren ermöglicht es, den Düsendurchmesser während des Drucks zu verändern: Ein großer Durchmesser für den schnellen, großvolumigen 3D-Druck und ein kleiner Durchmesser für feine Oberflächen und komplexe Strukturen. Highlight daran ist vor allem die hohe Verfahrensgeschwindigkeit und somit die Verkürzung der Druckdauer durch das VFGF-Verfahren. Die Lieferzeit konnte bei unserem Exponat durch den Einsatz von 3D-Druck und des patentierten Verfahrens von acht auf vier Wochen verkürzt werden.

Wie helfen Sie damit Ihren Kund*innen?

Katja Schlichting: Durch den Einsatz des großvolumigen 3D-Drucks mit Kunststoffgranulat entfällt die Verwendung teurer Werkzeuge und Formen und die Herstellungskosten werden dadurch gesenkt. Wir ermöglichen mit unserem 3D-Druckverfahren die Verwendung von günstigen Rohstoffen und dennoch die Herstellung von Bauteilen mit seriennahen Eigenschaften.

Wieso sollten die Messebesucher*innen unbedingt am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ vorbeikommen?

Katja Schlichting: Mit unserem Exponat zeigen wir, was mit dem großvolumigen 3D-Druck inzwischen ermöglicht werden kann. Es zeigt die Umsetzung komplexer Herausforderungen, die dennoch eine Kostenersparnis mit sich bringt.  Außerdem haben die Besucher*innen die Möglichkeit, die Mitarbeiter*innen eines jungen Start-ups kennenzulernen, die vor Ideen nur so sprudeln und mit voller Leidenschaft die Maschinenbaubranche zu neuen Denkansätzen bewegen möchte.

Exponat Formnext 2021 Q.big 3D
Bild: Q.big 3D GmbH

Auch 2022 gibt es unseren Gemeinschaftsstand auf der Formnext!

Aktuelle Infos zu unserem Gemeinschaftsstand auf der Formnext finden Sie auf unserer Webseite.

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